In einem mit Spannung erwarteten Urteil hat Ripple, das Blockchain-basierte Zahlungsunternehmen, seinen Rechtsstreit gegen die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC gewonnen.
Ein Bundesrichter hat kürzlich eine wegweisende Entscheidung getroffen und erklärt, dass XRP, das mit Ripple verbundene digitale Vermögen, nicht als Wertpapier betrachtet werden sollte. Dieses bedeutende Urteil stellt nicht nur einen großen Meilenstein für Ripple dar, sondern hat auch weitreichendere Auswirkungen auf die gesamte Kryptowährungsbranche.
In der jüngsten Gerichtsentscheidung zum Fall von Ripple gegen die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC stellte das Gericht fest, dass die institutionellen Verkäufe von XRP durch Ripple als nicht registriertes Wertpapierangebot qualifiziert wurden. Das Gericht entschied jedoch, dass programmatische Verkäufe auf dem Sekundärmarkt nicht unter die Kategorie der Wertpapiere fielen.
Die Entscheidung des Gerichts basierte auf einer Bewertung der wirtschaftlichen Realität programmatischer Verkäufe. Es kam zu dem Schluss, dass das dritte Element des Howey-Tests, das die Erwartung von Gewinnen aus den Bemühungen anderer untersucht, in diesem Fall nicht erfüllt wurde.
Das Gericht stellte fest, dass die öffentlichen Käufer bei diesen Verkäufen nicht über die Aussagen und Marketingkampagnen informiert waren, die die Preisentwicklung von XRP mit der Leistung von Ripple verknüpften, wodurch die Wertpapierklassifizierung untergraben wurde.
Andererseits stellte das Gericht fest, dass Verkäufe, die institutionellen Käufern angeboten wurden, als Angebot und Verkauf eines Anlagevertrags qualifiziert wurden.
Diese Käufer wurden als „versiert" genug angesehen, um den Zusammenhang zwischen dem Preis von XRP und der Leistung von Ripple zu verstehen, wodurch die Anforderungen des Howey-Tests erfüllt wurden.
Der Richter gab einem Teil des Antrags der SEC bezüglich institutioneller Verkäufe in Höhe von 728 Millionen US-Dollar statt, von Ripples gesamten XRP-Verkäufen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar zum Zeitpunkt der Klage der SEC im Dezember 2020.
In einer detaillierten Analyse kam der Richter zu dem Schluss, dass die SEC nicht beweisen musste, dass der Mitbegründer von Ripple, Chris Larsen, und CEO Brad Garlinghouse über die angeblich illegalen Aktivitäten von Ripple informiert waren.
Das Urteil des Richters deutete darauf hin, dass auf der Grundlage der vorgelegten umstrittenen Fakten vernünftigerweise argumentiert werden könnte, dass Larsen und Garlinghouse sich der Verstöße von Ripple gegen Abschnitt 5 nicht bewusst waren oder diese rücksichtslos ignorierten.
Als Reaktion auf das Urteil äußerte Garlinghouse Zuversicht und twitterte: „wir standen auf der richtigen Seite des Gesetzes und werden auf der richtigen Seite der Geschichte stehen."


