Das Kryptowährung-Forschungsunternehmen Presidio Bitcoin hat eine eingehende Studie über die Bedrohung durch Quantencomputer für Bitcoin durchgeführt. Weiterlesen: Wird QuantencomputingDas Kryptowährung-Forschungsunternehmen Presidio Bitcoin hat eine eingehende Studie über die Bedrohung durch Quantencomputer für Bitcoin durchgeführt. Weiterlesen: Wird Quantencomputing

Wird Quantencomputing-FUD ein Comeback erleben, während Bitcoin einen Bull Run erlebt? Analysefirma nennt ein Datum

2026/04/15 03:57
2 Min. Lesezeit
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Das Krypto-Forschungsunternehmen Presidio Bitcoin hat einen umfassenden technischen Bericht veröffentlicht, der die potenziellen Auswirkungen von Quantencomputern auf das Bitcoin-Netzwerk untersucht.

Der Bericht besagt, dass Bitcoin kurzfristig zwar keiner direkten Bedrohung ausgesetzt ist, die Zeit für notwendige Vorsichtsmaßnahmen jedoch „auf Jahre, nicht auf Jahrzehnte" begrenzt ist.

Laut dem Bericht besteht das Hauptrisiko darin, dass ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer mittels des Shor-Algorithmus private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten könnte. Es wird dargelegt, dass, wenn ein kryptografisch starker Quantencomputer (CRQC) heute existieren würde, etwa ein Drittel des Gesamtangebots bzw. 6,5 Millionen BTC direkt gefährdet sein könnten.

Ein großer Teil dieses Risikos hängt mit der Wiederverwendung von Adressen zusammen. Es wird angegeben, dass etwa 4,5 Millionen BTC bei großen Verwahrern konzentriert sind, die aus operativen Gründen dieselben Adressen verwenden. Laut dem Bericht kann dieses Risiko erheblich reduziert werden, indem einfach zu neuen Adressen gewechselt wird, ohne dass Protokolländerungen erforderlich sind.

Das verbleibende strukturelle Risiko ergibt sich aus veralteten Pay-to-Pubkey (P2PK)-Adressen, die etwa 1,72 Millionen BTC umfassen. Ein großer Teil dieser Vermögenswerte gilt als verloren. Andererseits wird hinzugefügt, dass Adressen, bei denen nur der Hash des öffentlichen Schlüssels sichtbar ist und noch nie Ausgaben getätigt wurden, auf Basis der verfügbaren Informationen als sicher gelten.

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Es bleibt ungewiss, wann Quantencomputer dieses Niveau erreichen werden. Laut Expertenumfragen besteht eine etwa 50-prozentige Chance, dass solche Maschinen zwischen 2030 und 2035 entstehen. Allerdings bestehen nach wie vor erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Skalierbarkeit der notwendigen Hardware.

Der Bericht stellte auch fest, dass innerhalb des Bitcoin-Ökosystems Arbeiten begonnen haben, um dieser Bedrohung zu begegnen. Es wurde vermerkt, dass Entwickler die Integration quantenresistenter Signatursysteme über „Soft Forks" in Betracht ziehen und dass Diskussionen zu diesem Thema 2024 5 % der gesamten Nachrichten ausmachten und bis Anfang 2026 auf 50 % ansteigen.

Der Bericht stellte auch fest, dass die Kapazität des Netzwerks für einen potenziellen Migrationsprozess ausreichend wäre. Wenn 25 % des Block-Space für diesen Zweck genutzt würden, wird geschätzt, dass 90 % des Gesamtwerts von Bitcoin in etwa vier Tagen auf neue Adressen übertragen werden könnten.

*Dies ist keine Anlageberatung.

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