Religiöse Äußerungen von Mitgliedern der Regierung Donald Trumps schaden der Republikanischen Partei, warnte ein politischer Analyst.
Verteidigungsminister Pete Hegseth leitete einen Pentagon-Gebetsgottesdienst, der einen erfundenen Bibelvers direkt aus Quentin Tarantinos Film Pulp Fiction von 1994 enthielt. Hegseth stellte das Gebet als CSAR 2517 vor, das tatsächlich Hesekiel 25:17 ist – die fiktive Passage, die von Samuel L. Jacksons Charakter Jules Winnfield rezitiert wird.

Das Gebet enthielt Hegseths Modifikationen, die Filmdialoge durch militärische Bezüge ersetzten. Der Vorfall löste weitverbreiteten Spott von Rechtsexperten und Gesetzgebern aus, wobei Kritiker Hegseths Eignung zur Führung des Militärs in Frage stellten, während er das Christentum zur Rechtfertigung von Kriegsführung instrumentalisiert.
Vizepräsident JD Vance löste ebenfalls Kontroversen aus, indem er Papst Leo XIV. während einer Turning Point-Konferenz öffentlich über Theologie belehrte. Vance erklärte, der Papst müsse „vorsichtig" sein, wenn er theologische Angelegenheiten diskutiere, und sicherstellen, dass Aussagen „in der Wahrheit verankert" seien. Papst Leo XIV. wies Vance direkt zurecht und erklärte: „JD Vance irrt sich: Jesus bittet uns nicht, unsere Liebe zu anderen zu rangieren."
Die Konfrontation verdeutlichte die Spannungen zwischen Vances christlich-nationalistischer Ideologie und päpstlichen Lehren, die universelles Mitgefühl über die Priorisierung nationaler Interessen betonen.
David Wippman und Glenn C. Altschuler schreiben in The Hill, dass diese Momente von Hegseth und Vance einen gefährlichen Präzedenzfall verdeutlichen, den Trumps Team geschaffen hat.
Sie schrieben: „Die Drohungen der Trump-Regierung, Irans Energieinfrastruktur anzugreifen und seine Zivilisation im Namen Jesu zu zerstören, haben scharfe Rügen von religiösen Führern hervorgerufen, darunter Papst Leo, der den Propheten Jesaja zitierte, der sagte, Gott ‚hört nicht' auf Führer mit ‚blutbefleckten Händen'.
„Trumps Obszönitäten und Befürwortungen eines christlichen Kreuzzugs richten unkalkulierbaren Schaden an. In einer Nation, in der sich nur 62 Prozent der Bürger als Christen identifizieren, untergräbt die Rechtfertigung des Präsidenten für seinen Wahlkrieg das Vertrauen, verstärkt die politische Polarisierung und trägt zu einem Umfeld bei, in dem fast die Hälfte der Amerikaner Mitglieder der anderen Partei für ‚regelrecht böse' hält."
„Während Trump die Amerikaner spaltet und behauptet, Gott habe ihn gesalbt, das Land zu führen, machen seine Rhetorik und seine Handlungen deutlich, dass Amerika und seine Führer nicht mehr das sind, was sie einmal waren – der Dreh- und Angelpunkt einer internationalen Ordnung, die auf gemeinsamen Werten, Gesetzen und Respekt für nationale Souveränität beruht."


