Nexus Core Systems, ein in London ansässiger Spezialist für KI-Infrastruktur, wird die Morocco AI Factory in Partnerschaft mit drei marokkanischen Regierungsstellen entwickeln. Die Vereinbarung wurde letzte Woche auf der GITEX Africa 2026 in Marrakesch formalisiert.
Das Projekt stellt eine bedeutende Wette auf Marokkos Stabilität und Talentpool dar. Es signalisiert auch das Vertrauen der Investoren in die Fähigkeit Nordafrikas, um hochwertige Tech-Infrastrukturinvestitionen neben etablierten globalen Hubs zu konkurrieren.
Die Anlage wird ein Hochleistungsrechenzentrum, ein Schulungs- und Wissenstransferzentrum sowie ein Innovationszentrum für die Entwicklung von Lösungen der nächsten Generation kombinieren. Phase eins stellt 5 Milliarden Dirham (550 Millionen US-Dollar) für den Bau eines 16-Megawatt-Hubs in der Region Nouaceur bereit, während Phase zwei 7 Milliarden Dirham (750 Millionen US-Dollar) und 20 Megawatt Kapazität an einem separaten nördlichen Standort hinzufügt.
Zusammen werden die beiden Phasen bis Ende 2027 eine KI-Computing-Kapazität von 36 Megawatt liefern. Es wird erwartet, dass das Projekt bis 2027 125 direkte Arbeitsplätze schafft und schließlich auf 500 Megawatt skaliert werden könnte, wodurch Marokko als potenzieller Exporteur von KI-Computing-Diensten nach Afrika und Europa positioniert wird. Nexus Core Systems, 2025 in Partnerschaft mit dem in Dubai ansässigen Lloyds Capital gegründet, setzt auf fortschrittliche Technologien von Nvidia und Südkoreas Naver Cloud.
Die Initiative unterstützt direkt Marokkos Digital 2030-Strategie, die 2024 ins Leben gerufen wurde und darauf abzielt, den Anteil der digitalen Wirtschaft am BIP auf 5 Prozent zu erhöhen. Die umfassendere Strategie zielt darauf ab, 270.000 Arbeitsplätze zu schaffen, 3.000 Startups zu entwickeln und öffentliche Dienstleistungen zu digitalisieren. Marokko startete im Januar 2026 auch AI Made in Morocco mit dem Ziel, bis 2030 einen Beitrag von 100 Milliarden Dirham (10 Milliarden US-Dollar) zum BIP zu leisten und 200.000 Absolventen in KI-Kompetenzen zu schulen.
Amal El Fallah Seghrouchni, Marokkos Ministerin für digitalen Wandel und Verwaltungsreform, sagte, die Fabrik würde die technologischen Fähigkeiten des Landes stärken. Jaap Zuiderveld, Chief Executive von Nexus Core Systems, hob Marokkos politische Stabilität, zukunftsorientierte Führung und starke Talente als entscheidende Faktoren hervor.
Für institutionelle Investoren stellt die Morocco AI Factory eine seltene Gelegenheit dar, Zugang zu staatlicher KI-Infrastruktur in einem Schwellenmarkt mit klarer staatlicher Unterstützung, Integration erneuerbarer Energien und einem phasenweisen Expansionsmodell zu erhalten, das skalierbare Renditen in einer politisch stabilen Jurisdiktion signalisiert.
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