Die Xbox-Abteilung bei Microsoft sieht sich wachsenden Herausforderungen gegenüber. Gaming machte im letzten Quartal lediglich 7 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus und ist damit das einzige große Geschäftssegment, das einen Rückgang verzeichnet.
Microsoft Corporation, MSFT
Das Finanzbild zeichnete eine klare Realität: Die Verkäufe von Konsolenhardware brachen um 32 % ein, nachdem Microsoft beschlossen hatte, zwei Spieleprojekte, „Everwild" und „Perfect Dark", auf Eis zu legen. CFO Amy Hood räumte in einer Analystenveranstaltung ein, dass die Umsätze mit Xbox-Inhalten und -Diensten hinter den internen Prognosen zurückgeblieben sind.
Das monatliche Abonnement von Game Pass Ultimate für 29,99 $ war seit Oktober in Kraft, als Microsoft eine Erhöhung um 10 $ vornahm. Diese Preisentscheidung erwies sich bei den Verbrauchern als unbeliebt.
Berichten zufolge teilte Asha Sharma – die neu ernannte Leiterin von Xbox – den Mitarbeitern in einem internen Memo mit, dass das Abonnement unerschwinglich teuer geworden sei. Sharma, die von Meta kam, übernahm im Februar die Kontrolle über Xbox nach einer Führungsumstrukturierung, bei der Phil Spencer ausschied und Sarah Bond das Unternehmen verließ.
Ihre Lösung: Preissenkung bei gleichbleibendem Spielkatalog. Game Pass Ultimate sinkt auf 22,99 $ monatlich – das entspricht einem Rabatt von 23 %. PC Game Pass sinkt um 15 % auf 13,99 $. Beide Anpassungen traten sofort in Kraft.
Es gibt einen wesentlichen Vorbehalt. Neu veröffentlichte Call of Duty-Titel werden künftig nicht mehr am Erscheinungstag in Game Pass debütieren. Microsoft hatte das Blockbuster-Franchise als primären Anreiz für das Abonnementwachstum genutzt, insbesondere nach dem massiven Kauf von Activision Blizzard für 75,4 Milliarden Dollar im Jahr 2023.
Zukünftig müssen Abonnenten, die sofortigen Zugang zu neuen Call of Duty-Veröffentlichungen wünschen, diese separat für 69,99 $ erwerben. Diese Spiele werden Game Pass etwa zwölf Monate nach dem Launch beitreten.
Dies stellt einen bedeutsamen Kompromiss dar – niedrigere Abonnementgebühren, aber geringere Verfügbarkeit von Inhalten am Erscheinungstag.
Die Anzahl der Game Pass-Abonnenten lag im gesamten Jahr 2024 bei 34 Millionen. Microsoft hat keine aktualisierten Mitgliederzahlen veröffentlicht.
Xbox liegt sowohl bei den Hardwareverkäufen als auch bei der Nutzung von Abonnementdiensten hinter Sony und Nintendo. Dieser Wettbewerbsnachteil hat Microsoft dazu gezwungen, das Wertangebot und die Preisstrategie von Game Pass zu überdenken.
Die Einstellung von Hardware-Initiativen und zwei Spieleentwicklungsprojekten signalisiert eine umfassendere strategische Neubewertung der Ausrichtung der Gaming-Abteilung. Einige Branchenbeobachter haben über eine mögliche Veräußerung oder Reduzierung des Xbox-Geschäfts spekuliert, obwohl Microsoft keine offiziellen Stellungnahmen zu solchen Möglichkeiten abgegeben hat.
Amy Hood verwies während der jüngsten Gewinnpräsentation auf eine nicht offengelegte Wertminderungsbelastung im Gaming-Segment. Ein konkreter Betrag wurde nicht genannt.
Die MSFT-Aktie stieg im nachbörslichen Handel nach der Preisankündigung um ca. 0,79 %.
Die Analystenstimmung gegenüber Microsoft bleibt überwiegend bullisch, mit 34 Kaufempfehlungen und 3 Halten-Bewertungen in den letzten drei Monaten. Das Konsensus-Kursziel liegt bei 581,61 $.
Der Beitrag Microsoft (MSFT) Stock Gains After Xbox Game Pass Ultimate Sees Major Price Reduction erschien zuerst auf Blockonomi.


