Der Beitrag Goldpreis führt, während Bitcoin in risikoaversen Märkten schwächelt – hier ist der Grund erschien zuerst auf Coinpedia Fintech News
Gold ist erneut zur ersten Wahl der Anleger in unsicheren Zeiten geworden. Steigende Inflation, sich verlangsamendes globales Wachstum und anhaltende geopolitische Spannungen haben Kapital in traditionelle sichere Häfen getrieben.
Im Jahr 2026 überschritten die Goldpreise 5.500 $ pro Unze, was einem Gewinn von 18% in diesem Jahr und mehr als 60% Wachstum seit 2025 entspricht. Zentralbanken kaufen weiterhin aggressiv Gold, insbesondere Länder, die ihre Abhängigkeit vom US-Dollar verringern möchten. Diese stetige Nachfrage hat Golds Rolle als vertrauenswürdiger Wertspeicher gestärkt, wenn das Vertrauen in Papierwährungen nachlässt.
Bitcoin ist im Vergleich zu Risikoanlagen stabil geblieben, hat aber die starke Rallye von Gold nicht erreicht. BTC ist unter 90.000 $ gefallen und hat damit seine Gewinne für das Jahr zunichte gemacht.
Während der jüngsten globalen Spannungen verlagerten Anleger schnell Kapital in physisches Gold. Tatsächlich legte Gold an einem einzigen Tag einen Wert zu, der nahezu der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin entspricht, was zeigt, wohin der Kapitalfluss in Momenten der Angst geht.
Der Ökonom Dr. Bob Murphy erklärte in einem Podcast mit Anthony Pompliano, warum Gold derzeit Bitcoin übertrifft.
Laut Murphy sind Gold und Bitcoin keine Rivalen, sondern Vermögenswerte, die unterschiedlich auf Risiken reagieren. Beide profitieren, wenn Anleger Gelddrucken oder Währungsschwäche erwarten. Während extremer Unsicherheit fühlt sich Gold jedoch für viele sicherer an, aufgrund seiner jahrtausendealten Geschichte und globalen Akzeptanz.
Bitcoin ist zwar innovativ, hängt aber immer noch von Technologie, Internetzugang und neuerer Infrastruktur ab, was Anleger in Krisen vorsichtig machen kann.
Murphy betonte, dass Bitcoins Underperformance seine langfristigen Aussichten nicht schwächt. Stattdessen spiegelt es wider, wie sich Anleger verhalten, wenn Angst zunimmt. In stressigen Momenten bevorzugen Menschen das, was sie am besten kennen, und Gold erfüllt diese Rolle.
Murphy verwies auch auf ein sich veränderndes globales Finanzsystem. Viele Länder bereiten sich auf eine Zukunft vor, in der der US-Dollar nicht mehr dominant ist.
Zentralbanken, insbesondere außerhalb westlicher Volkswirtschaften, erhöhen ihre Goldreserven. Dieser Trend zeigt wachsende Besorgnis über das aktuelle Währungssystem und nicht eine vollständige Ablehnung von Fiat-Währungen.
Das Gespräch berührte auch die Federal Reserve. Murphy argumentierte, dass die Fed nicht völlig unabhängig sein kann, da ihre Entscheidungen die Staatsverschuldung und Kreditkosten direkt beeinflussen.
Zinspolitik, so sagte er, sei eng mit fiskalischen Bedürfnissen verbunden, was politischen Einfluss schwer vermeidbar macht.
Trotz der jüngsten Stärke von Gold bleibt Murphy optimistisch bezüglich Bitcoin. Er beschrieb es als jüngeren und volatileren Vermögenswert, der sich noch entwickelt.
Mit der Zeit könnte Bitcoin neben Gold wachsen, anstatt es zu ersetzen. Beide Vermögenswerte, so glaubt er, werden weiterhin Anleger anziehen, die Schutz außerhalb traditioneller Finanzsysteme suchen.


