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Topanalyst: Der Dollar fühlt sich schwer an – das ist die Folge für Bitcoin

Der US-Dollar zeigt in den letzten Tagen auffällig schwaches Verhalten. Nicht so sehr durch das, was passiert, sondern gerade durch das, was nicht passiert. In Momenten, in denen der Dollar normalerweise anziehen sollte, bleibt er nahezu unverändert. Das ist kein Detail, sondern ein wichtiges Signal über das Sentiment im Markt, so stellt der renommierte Analyst Robin J. Brooks fest. Was bedeutet das alles für Bitcoin?

Dollar ignoriert positive Nachrichten

Letzte Woche erhielt der Dollar mehrere potenzielle Stützpfeiler. Der amerikanische Finanzminister behauptete erneut, dass die USA an einer starken Dollar-Politik festhalten. Später am Tag gab die Federal Reserve eine relativ optimistische Beurteilung der Wirtschaft ab und deutete an, dass Zinssenkungen vorerst nicht zur Debatte stehen. Unter anderen Marktbedingungen wäre dies ausreichend gewesen für eine Erholungsrally des Dollars.

Die kam nicht. Im Gegenteil: Der Dollar blieb auf demselben Niveau hängen. Das deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer Dollar-positive Nachrichten bewusst ignorieren. Die Überzeugung im Dollar-Down-Trade ist hoch. Anleger fokussieren sich selektiv auf alles, was in das Narrativ von politischem Chaos, Haushaltsrisiken und abnehmender institutioneller Glaubwürdigkeit passt.

Gold bestätigt das Misstrauen

Das Verhalten von Gold unterstreicht dieses Sentiment. Während höhere Zinsen und ein stabiler Dollar normalerweise Druck auf Edelmetalle ausüben, geschieht jetzt das Gegenteil. Gold schoss in wenigen Tagen von über 5.000 Dollar Richtung 5.500 Dollar pro Unze. Das ist außergewöhnlich schnell und passt zu dem, was oft der Debasement-Trade genannt wird: Schutz suchen gegen Währungsentwertung und politische Unsicherheit.

Wichtig ist, dass Gold trotz Umständen steigt, die normalerweise negativ sind. Das bestätigt, dass es hier nicht um eine technische Bewegung geht, sondern um eine Vertrauensfrage.

Und Bitcoin dann?

Für Bitcoin ist dies eine doppelte Geschichte. Auf der einen Seite ist Bitcoin theoretisch gesehen auch eine Absicherung gegen monetäre Fehlpolitik und Währungsentwertung. In der Theorie sollte ein schwacher Dollar und steigendes Misstrauen in Institutionen positiv für den Bitcoin-Kurs ausfallen.

In der Praxis bleibt Bitcoin vorerst zurück. Wo Gold beschleunigt, bewegt sich Bitcoin seitwärts bis leicht nach unten. Dieser Unterschied ist wichtig. Er deutet darauf hin, dass Anleger im Moment noch klassische sichere Häfen wählen. Bitcoin wird zwar als langfristige Alternative gesehen, aber noch nicht als direkte Krisenabsicherung.

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