Diese Woche kann inzwischen durchaus als eine „dramatische Woche“ für den Kryptomarkt bezeichnet werden. Die Kurse fielen bereits am Freitag deutlich.
Doch die Korrekturen waren damit noch längst nicht vorbei. Am Samstagnachmittag folgte ein weiterer Rückschlag, bei dem Milliarden an Kapitaleinsatz ausgelöscht wurden.
Am Samstag setzte sich die Korrektur des Vortags fort. Besonders betroffen waren Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und XRP, mit Rückgängen von jeweils 11 %, 18 % und 12 %.
Damit fielen die Kurse auf Niveaus, die seit Monaten nicht mehr erreicht wurden. Für die älteste Kryptowährung bedeutete das einen Rückgang auf 77.000 US-Dollar.
Anschließend konnte sich der Preis leicht erholen und liegt derzeit bei rund 78.600 US-Dollar bzw. 70.000 Euro.
Mit dem Rückgang am Samstag beläuft sich das Minus von Ethereum in dieser Woche auf fast 18 %. Am Mittwoch erreichte Ethereum noch ein lokales Hoch von etwa 3.000 US-Dollar.
Am Samstagabend fiel der Kurs auf 2.355 US-Dollar. Inzwischen hat sich Ethereum wieder leicht erholt und notiert nun knapp über 2.400 US-Dollar (2.000 Euro).
XRP fiel seit Mittwoch von 1,93 US-Dollar auf ein Tief von 1,56 US-Dollar am Samstag. Damit liegt der Kurs aktuell bei 1,66 US-Dollar (1,40 Euro) und ist damit rund 54 % vom Allzeithoch von 3,56 US-Dollar entfernt.
Durch die heftigen Kurskorrekturen gerieten auch Derivatepositionen stark unter Druck. Daten von Coinglass zeigen, dass am Samstag Positionen im Wert von insgesamt 2,53 Milliarden US-Dollar (2,13 Milliarden Euro) liquidiert wurden.
Davon entfielen 2,41 Milliarden US-Dollar auf Long-Positionen – also Händler, die auf steigende Kurse gesetzt hatten.
Auffällig ist, dass die größten Liquidationen bei Ethereum stattfanden. Die insgesamt aufgelösten Derivatepositionen dieser Kryptowährung hatten einen Wert von 1,14 Milliarden US-Dollar. Bei Bitcoin belief sich dieser Wert auf „nur“ 765 Millionen US-Dollar.
Auch börsengehandelte Fonds (ETFs) verzeichneten in der vergangenen Woche deutliche Kapitalabflüsse. Insgesamt zogen Investoren rund 1,5 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-Fonds ab.
Die Ethereum-Fonds kamen vergleichsweise glimpflich davon, mit einer Nettoabflusssumme von 327 Millionen US-Dollar.
Die Kursverluste dieser Woche stehen vermutlich im Zusammenhang mit den zunehmenden geopolitischen Spannungen und der drohenden Haushaltssperre (Shutdown) in den USA.
So sprach Donald Trump zunächst eine deutliche Warnung an den Iran aus und entsandte eine große Flotte der US-Marine an die dortige Küste.
Zusätzlich kündigte er Handelszölle für Länder an, die Ölgeschäfte mit Kuba machen. Besonders für Kuba sorgte diese Ankündigung für wirtschaftliche Unruhe.
Hinzu kam die wachsende Wahrscheinlichkeit einer neuen Stilllegung der US-Regierung. Der Senat hatte bis zum 31. Januar Zeit, um die Haushaltsausgaben zu genehmigen. Letztlich wurde nur ein Teil verabschiedet – somit steht die Regierung nun zum Großteil still.
Unter diesen Umständen richten viele Händler ihren Blick nach unten. Daten der Wettplattform Myriad zeigen, dass 62,4 % der Anleger erwarten, dass der Bitcoin-Kurs auf 69.000 US-Dollar fallen wird. Demgegenüber stehen 37,6 %, die mit einem Anstieg auf 100.000 US-Dollar rechnen.
Het bericht Blutbad: Über 2 Mrd. Euro bei BTC, ETH und XRP verloren verscheen eerst op Crypto Insiders.

