Der US-Dollar wird nahe seinem schwächsten Stand seit März 2022 gehandelt, nachdem er im vergangenen Jahr um mehr als 10% gefallen ist. Der Greenback fiel in einer einzigen Sitzung um 1,3% gegenüber einem Währungskorb nach Äußerungen von Präsident Donald Trump und setzte seine Verluste am Folgetag fort.
Trump wies Bedenken über den Rückgang der Währung zurück und nannte den Dollar "großartig", obwohl die Märkte mit einer Rotation in Gold, den Schweizer Franken und den Euro reagierten.
Euro durchbricht die 1,20-Dollar-Marke
Gleichzeitig stieg der Euro auf knapp über 1,20 Dollar und erreichte damit sein stärkstes Niveau seit 2021. Die Einheitswährung legte in einer Woche um etwa 2% zu, der größte Wochenanstieg seit April letzten Jahres. Im Jahr 2025 stieg der Euro um 13% gegenüber dem Dollar, seine beste Jahresperformance seit 2017.
Händler konzentrierten sich auf das 1,20-Dollar-Niveau aufgrund seiner historischen Bedeutung und seiner Rolle als informelle Schwelle, die zuvor von Beamten der Europäischen Zentralbank genannt wurde.
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Politische Unsicherheit untergräbt das Vertrauen in den Dollar
Unvorhersehbare US-Politik belastet weiterhin die Dollar-Stimmung. Jüngste Zolldrohungen, geopolitische Rhetorik gegenüber europäischen Verbündeten und erneuter Druck auf die Federal Reserve haben die Volatilität erhöht. Trumps wiederholte Forderungen nach niedrigeren Zinssätzen und seine offene Abweisung der Dollar-Schwäche haben Bedenken hinsichtlich der langfristigen politischen Glaubwürdigkeit aufgeworfen.
Marktstrategen weisen darauf hin, dass ein schwächerer Dollar multinationale Gewinne unterstützt, aber die Importkosten erhöht und Inflationsrisiken im Inland schafft. Was passiert als Nächstes?
Inflationsdaten setzen Kaufkraft unter Druck
Jüngste US-Inflationsdaten verstärkten den Druck. Die Erzeugerpreise im Dezember stiegen um 0,5% im Monatsvergleich, deutlich über den Prognosen. Der jährliche Gesamt-PPI blieb bei 3,0%, während der Kern-PPI auf 3,3% kletterte, das höchste Niveau seit Juli 2025.
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Diese Zahlen folgten auf Jahre sinkender Kaufkraft. In den letzten 30 Jahren verlor der US-Dollar mehr als die Hälfte seines Wertes, während Daten über fünf Jahrzehnte eine Erosion von über 80% zeigen. Dieser Trend beeinflusst weiterhin, wie globale Investoren Bargeldbestände und Abrechnungswährungen betrachten.
Nach Kaufkraftparität entspricht die Europäische Union nun den Vereinigten Staaten mit etwa 28 Billionen Dollar. Wenn Analysten das Vereinigte Königreich, Norwegen und die Schweiz einbeziehen, übertrifft Europas kombinierte Wirtschaftsgröße die der USA.
Das von Deutschland geführte Konjunkturpaket und erneute Sicherheitsausgaben haben die Wachstumsaussichten der Region verbessert. Infolgedessen bewerten Unternehmen und Staaten zunehmend auf Euro lautenden Handel und Reserven als Teil von Diversifikationsstrategien.
EZB beobachtet Währungsstärke genau
Beamte der Europäischen Zentralbank erkennen die rasche Aufwertung des Euro an und überwachen deren Auswirkungen auf politische Entscheidungen. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos beschrieb 1,20 Dollar zuvor als sensibles Niveau.
Ein stärkerer Euro senkt die Importpreise und könnte die Bemühungen erschweren, die Inflation in Richtung des 2%-Ziels der EZB zu heben. Beamte konzentrieren sich weniger auf das Niveau selbst als vielmehr auf die Geschwindigkeit der Bewegung, die sich in den letzten Sitzungen stark beschleunigt hat.
Kann der Euro den Dollar ersetzen?
Trotz der Dynamik des Euro macht der Dollar immer noch fast 60% der globalen Reserven aus, verglichen mit etwa 20% für den Euro. Tiefe US-Kapitalmärkte und etablierte Handelsnetzwerke unterstützen weiterhin die Dollar-Dominanz.
Dennoch spiegelt die aktuelle USD-zu-EUR-Vorhersage sich verändernde Vertrauensdynamiken wider. Da Inflationsdruck anhält und Bedenken hinsichtlich der Kaufkraft wachsen, testen Märkte zunehmend Szenarien, in denen der Euro eine größere Rolle im globalen Handel und in Finanzströmen spielt.
Quelle: https://coinpaper.com/14205/usd-to-eur-forecast-dollar-hits-4-year-low-on-policy-fears


