Bitcoin hatte Anfang Februar einen schwierigen Start, weil die Stimmung weiter negativ blieb und die Liquidität am Markt schwächer wurde. Dennoch zeigen aktuelle Daten, dass der Verkaufsdruck langsam nachlässt und erste Anzeichen einer Erholung zu erkennen sind.
Diese Anzeichen sind allerdings noch nicht stark genug, um eine klare Umkehr zu bestätigen. Trotzdem zählen sie zu den wenigen positiven Zeichen in dieser Phase.
Ein aktueller Bericht von BeInCrypto stellt fest, dass Krypto-Fonds in der letzten Woche Abflüsse in Höhe von 1,7 Mrd. USD verzeichneten. Damit wurden die bisherigen Zuflüsse für dieses Jahr ausgeglichen und die Bilanz ins Minus gedreht.
Frühe Indikatoren zeigen jedoch, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Sichtbar wird das im Coinbase Premium Index, der den Unterschied zwischen dem Kurs von Bitcoin auf Coinbase und anderen Börsen misst.
Das Coinbase Bitcoin Premium erholt sich derzeit, bleibt aber noch negativ. Das zeigt, dass die Nachfrage nach Käufen über Coinbase in den USA langsam zurückkehrt. Üblicherweise deutet es auf eine Trendwende hin, wenn der Premium-Wert von negativ auf positiv wechselt.
Ein weiteres Signal, das negativ gesehen wurde, ist, dass Bitcoin momentan unter dem durchschnittlichen Einstiegskurs aller US Bitcoin ETF-Fonds gehandelt wird. Laut CryptoQuant liegt diese Schwelle bei etwa 79.000 USD.
Historisch betrachtet bleibt Bitcoin nach der Zulassung der US Bitcoin ETFs jedoch selten lange unter diesem Kostenniveau.
Die Vergangenheit zeigt, dass diese Zone oft als Unterstützungsbereich für die Nachfrage wirkt, bevor eine starke Erholung folgt. Institutionelle Anleger und langfristige Halter haben in der Regel wenig Motivation, unter ihrem Einstandskurs zu verkaufen.
Das Schaubild zeigt zudem, dass Bitcoin während der bärischsten Phase im dritten Quartal 2024 dieses Niveau mehrmals angetestet hat. Der Kurs erholte sich jedes Mal innerhalb von ein bis zwei Wochen.
Obwohl viele Analysten weiterhin auf negative Zeichen verweisen, sieht Swissblock – ein Krypto-Analyse- und Investmentunternehmen aus der Schweiz – eine positive Entwicklung zwischen Netzwerkwachstum und Liquidität, die Anfang Februar begann.
Swissblock stellte fest, dass das letzte gleichzeitige Wachstum von Netzwerk und Liquidität im Jahr 2021 geschah – kurz bevor Bitcoin ein neues Allzeithoch erreichte. Das deutet darauf hin, dass eine weitere Erholungsphase bevorstehen könnte.
Insgesamt deuten diese Zeichen darauf hin, dass BTC wohl nicht lange unter 80.000 USD bleibt und schon bald wieder über dieses Niveau steigen könnte.
Allerdings sind nicht alle Aussichten so bullisch. Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, warnte, dass die jüngste Schwäche von Bitcoin anhalten könnte. Der Kurs könnte sogar in den kommenden Wochen oder Monaten weiter in Richtung 200-Wochen-Durchschnitt bei rund 58.000 USD abrutschen. Die Hauptgründe sind rückläufige Liquidität und das Fehlen kurzfristig positiver Impulse.
Diese verschiedenen Einschätzungen geben dir einen umfassenderen Überblick über die Kräfte, die den Markt bewegen. Sie können dir außerdem dabei helfen, Risiken zu verringern und womöglich Chancen zu erkennen.
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