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3 Signale für turbulente Bitcoin-Zeiten

2026/02/17 02:22
3 Min. Lesezeit

Während die Aufmerksamkeit häufig auf einen einzigen Arbeitsmarktbericht, eine Inflationszahl oder eine Aussage der Zentralbank gerichtet ist, erzählen drei weniger auffällige Signale eine subtilere Geschichte.

Gerade diese stille Geschichte kann für den Bitcoin (BTC)-Kurs entscheidend sein. Unter der Oberfläche scheint sich die US-Wirtschaft abzukühlen. Gleichzeitig lockern sich die finanziellen Bedingungen nicht automatisch.

Diese Kombination sorgt historisch für nervöse Märkte und große Bewegungen bei risikoreichen Anlagen wie Bitcoin. Darauf sollten wir laut dem beliebten Analysten EndGame Macro achten.

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Arbeitsmarktdaten erweisen sich rückblickend als schwächer

Der erste Hinweis ergibt sich aus der jährlichen Revision der US-Arbeitsmarktdaten. Die monatlichen sogenannten Nonfarm Payrolls werden zunächst als Schätzungen veröffentlicht und später überarbeitet.

Erst wenn die Daten mit umfassenderem administrativem Material abgeglichen werden, zeigt sich, wie stark der Arbeitsmarkt tatsächlich war.

Große Abwärtsrevisionen bedeuten meist, dass die Wirtschaft schwächer war, als Investoren angenommen hatten. Solche Korrekturen treten häufig an Wendepunkten des Konjunkturzyklus auf.

Für die Finanzmärkte – und damit auch für Bitcoin – ist das wichtig: Es deutet darauf hin, dass Optimismus hinsichtlich des Wachstums möglicherweise zu früh eingepreist wurde.

Große Abwärtsrevision des Beschäftigungswachstums in den Vereinigten Staaten.

Wenn Wachstumserwartungen später nach unten angepasst werden müssen, führt dies häufig zu höherer Volatilität.

Gleichzeitig kann ein schwächerer Arbeitsmarkt letztlich Spielraum für eine geldpolitische Ausrichtung schaffen, die für Bitcoin günstig ist, etwa niedrigere Zinsen oder zusätzliche Liquidität.

Anleihemarkt unter Druck durch Angebot

Die zweite Grafik betrachtet die Bilanz der Primary Dealer, also jener Finanzintermediäre, die neue US-Staatsanleihen vorübergehend aufnehmen.

Steigende Bestände bei diesen Akteuren bedeuten, dass der Markt Schwierigkeiten hat, die enorme Menge neuer Schulden reibungslos zu absorbieren.

Primary Dealer halten zunehmend mehr US-Staatsanleihen.

Dies weist auf strukturelle Spannungen im Finanzsystem hin. Ein höheres Angebot erfordert in der Regel höhere Zinsen, um Käufer anzulocken, wodurch die langfristigen Renditen hartnäckig hoch bleiben. Für Bitcoin ist dies ein doppeltes Signal.

Höhere Zinsen belasten kurzfristig häufig die Kurse von risikoreichen Anlagen. Doch anhaltend hohe Finanzierungskosten erhöhen auch den Druck auf Staatsverschuldung und Liquidität – Faktoren, die sich langfristig positiv auf knappe Assets wie Bitcoin auswirken können.

Beschäftigungswachstum wird defensiver

Die dritte Grafik zeigt, dass neue Arbeitsplätze zunehmend aus defensiven Sektoren wie dem Gesundheitswesen und dem Bildungsbereich stammen.

Dies sind Branchen, die aufgrund von Demografie und öffentlicher Finanzierung weiter wachsen, selbst wenn sich die Gesamtwirtschaft verlangsamt.

Neue Arbeitsplätze vor allem in defensiven Sektoren.

Wenn gerade diese Sektoren strukturell das Beschäftigungswachstum dominieren, bedeutet das in der Regel, dass zyklische, gewinnsensitive Teile der Wirtschaft bereits abkühlen.

Der Arbeitsmarkt wirkt in den Gesamtzahlen noch gesund, schwächt sich jedoch unter der Oberfläche ab.

Für die Märkte ist dies typisches Spätzyklus-Verhalten. In solchen Phasen nehmen Unsicherheit und Schwankungen zu. Das schafft ein Umfeld, in dem Bitcoin historisch sowohl starke Rückgänge als auch kräftige Erholungsbewegungen verzeichnen kann.

Das gemeinsame Signal für Bitcoin

Zusammen zeichnen die drei Grafiken laut EndGame Macro ein konsistentes Bild.

Die Wirtschaft kühlt sich ab, das Beschäftigungswachstum wird enger und defensiver, während der Anleihemarkt mit strukturellem Angebot und hohen Zinsen ringt.

Genau in einem solchen Umfeld bleibt finanzieller Stress zunächst verborgen und wird dann plötzlich sichtbar. Für Bitcoin bedeutet dies wahrscheinlich keine gerade Linie nach oben oder unten, sondern eine Phase ausgeprägter Volatilität.

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