Quantum Computing wird regelmäßig als mögliches „Ende“ für Bitcoin (BTC) und andere Blockchains genannt. Brian Armstrong, Chef von Coinbase, sieht jedoch keinen Grund zur Beunruhigung. In einem Interview mit CNBC auf dem World Liberty Forum in Mar-a-Lago äußerte er sich klar zu den vermeintlichen Risiken.
Quantencomputer nutzen sogenannte Qubits und können theoretisch bestimmte Berechnungen deutlich schneller durchführen als herkömmliche Computer. Das befeuert die Diskussion über die Sicherheit kryptografischer Schlüssel, auf denen Netzwerke wie Bitcoin und Ethereum (ETH) basieren.
Auf die Frage, ob Quantum Computing eine existenzielle Bedrohung für Krypto darstelle, antwortete er entschieden: „Nein, ich denke, das ist ein sehr gut lösbares Problem.“ Laut Armstrong handelt es sich um eine technische Frage für die längere Zukunft, nicht um ein akutes Problem. Zudem betont Armstrong, dass die aktuelle Generation von Quantencomputern noch nicht über ausreichend Rechenleistung verfügt, um die bestehende Kryptografie tatsächlich zu knacken. Das Risiko existiert auf dem Papier, stellt aber nach seiner Einschätzung derzeit keine direkte Bedrohung für den Kryptosektor dar.
Laut dem Coinbase-Chef handelt es sich daher nicht um eine bevorstehende Krise, sondern um eine technische Frage, auf die sich die Branche rechtzeitig vorbereiten kann und für die letztlich eine Lösung gefunden wird.
Um künftigen Entwicklungen voraus zu sein, hat Coinbase einen unabhängigen Quantum Advisory Council gegründet. In diesem Beratungsgremium sitzen Spezialisten auf dem Gebiet der Kryptografie und des Quantum Computings.
Das Ziel ist es, gemeinsam mit großen Blockchain-Netzwerken auf sogenannte Post-Quantum-Kryptografie hinzuarbeiten. Dabei handelt es sich um neue Sicherheitsstandards, die der potenziellen Rechenleistung künftiger Quantencomputer standhalten sollen.
Armstrong erklärte, dass Coinbase hierzu regelmäßig im Austausch mit großen Blockchain-Projekten steht. Die Branche versucht laut ihm aktiv, einen Weg in Richtung möglicher Upgrades zu entwickeln, anstatt abzuwarten.
Für viele Anleger ist es eine Beruhigung, dass Quantum Computing vorerst keine direkte Bedrohung für Kryptowährungen darstellt. Die Entwicklung erfordert jedoch langfristig technologische Anpassungen. Armstrongs Kernbotschaft ist damit klar: Quantum Computing ist eine Herausforderung, aber keine unüberwindbare. In seinen Worten: ein „lösbares Problem.“
Neben technologischen Diskussionen rund um Quantum Computing achten Anleger auch auf On-Chain-Signale, darunter die Tatsache, dass Bitcoin-Wale massiv einkaufen.
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