Binance hat rechtliche Schritten gegen das Wall Street Journal (WSJ) angekündigt und wirft der Zeitung Verleumdung vor. Die Börse verlangt eine Korrektur sowie die Rücknahme eines aktuellen Berichts über ihr Programm zur Einhaltung von Iran-Sanktionen.
CEO Richard Teng bestätigte diesen Schritt am 24. Februar öffentlich. Er sagte, die Börse habe den Bericht offiziell angefochten und habe einen rechtlichen Brief mit den Einwänden versandt.
In dem Brief der Kanzlei Withers Bergman LLP heißt es, dass das WSJ falsche und irreführende Aussagen veröffentlicht hat, die dem Ruf von Binance geschadet haben.
Binance meint, dass der Artikel sein Vorgehen bei der Einhaltung von Vorschriften falsch darstellt und die Antworten des Unternehmens, die vor der Veröffentlichung gegeben wurden, nicht berücksichtigt hat.
Genauer gesagt bestreitet Binance die Vorwürfe, gegen iranische Sanktionen verstoßen oder interne Untersuchungen unterdrückt zu haben. Die Anwälte erklären, dass der Bericht fälschlicherweise nahelegt, die Börse habe sich illegal verhalten und Mitarbeiter entlassen, die auf Probleme bei der Einhaltung hingewiesen hätten.
Außerdem heißt es in dem Brief, das WSJ habe es versäumt, fair und unparteiisch zu berichten.
Gleichzeitig hat Binance einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem das eigene Compliance-Programm verteidigt und die Ergebnisse der Untersuchung bestritten werden.
Die Börse sagt, sie beschäftige mehr als 1.500 Mitarbeitende im Bereich Compliance und investiere erheblich in Überwachung, Sanktionsüberprüfung und die Erkennung von Finanzkriminalität.
Zudem teilt Binance mit, dass das sanktionsbezogene Risiko zwischen 2024 und 2025 deutlich zurückgegangen sei und alle Konten mit möglichen Risiken seien überprüft und geschlossen worden.
Binance weist außerdem zurück, Mitarbeitende wegen Hinweisen auf Compliance-Probleme entlassen zu haben.
Stattdessen hätten interne Prüfungen bei einigen Angestellten Verstöße gegen die Vertraulichkeit und den Umgang mit Daten gezeigt, weshalb sie entlassen wurden.
Der Streit folgt auf eine WSJ-Untersuchung, laut der Binance über 1 Mrd. USD an Krypto-Transaktionen für iranische Organisationen abgewickelt habe, darunter Konten, die mit sanktionierten Unternehmen verbunden sind.
Der Bericht behauptet zudem, interne Prüfer hätten auf diese Aktivitäten hingewiesen und einige seien später entlassen worden, was Fragen zur Durchsetzung der Sanktionsregeln aufwerfe.
Binance weist diese Aussagen entschieden zurück und fordert jetzt offizielle Korrekturen.
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