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Kentucky-Gesetzentwurf droht mit Verbot der Krypto-Selbstverwahrung

2026/03/20 10:53
2 Min. Lesezeit
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  • Eine technologische Unmöglichkeit
  • Der Widerstand

Ein kontroverser Gesetzesschritt in Kentucky hat die Kryptowährungs-Community in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Ein neu entdeckter Zusatz, der in einem staatlichen Regulierungsgesetz vergraben ist, könnte die Nutzung von selbstverwahrenden Kryptowährungs-Wallets faktisch verbieten und den Nutzern die Möglichkeit nehmen, ihre digitalen Vermögenswerte eigenständig zu sichern.

Die Interessengruppe Bitcoin Policy Institute (BPI) hat kürzlich Alarm geschlagen und gewarnt, dass die Formulierung in dem Zusatz von Hardware-Wallet-Herstellern eine technologische Unmöglichkeit verlangt und das grundlegende Sicherheitsmodell von Bitcoin fundamental untergräbt.

Der versteckte Zusatz

Die fragliche Bestimmung, Abschnitt 33, wurde als Last-Minute-Änderung zu Kentucky HB 380 hinzugefügt, einem 77-seitigen Gesetzentwurf, der ursprünglich zur Regulierung von virtuellen Währungskiosken (oft als Bitcoin-Geldautomaten bezeichnet) gedacht war.

Kentucky-Gesetz droht Krypto-Selbstverwahrung zu verbieten

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Laut BPI schreibt der Zusatz ausdrücklich vor, dass Hardware-Wallet-Anbieter in der Lage sein müssen, die Seed-Phrase eines Nutzers auf Anfrage zurückzusetzen. Da der zugrundeliegende Kiosk-Gesetzentwurf bereits erhebliche politische Unterstützung hat, wird erwartet, dass er in den kommenden Tagen zur endgültigen Abstimmung durch den Senat von Kentucky geht und diese verborgene Bestimmung mit sich bringt.

Eine technologische Unmöglichkeit

Das Hauptproblem mit dem Gesetz besteht darin, dass es rechtlich eine Funktion verlangt, die der Definition einer nicht-verwahrenden Wallet widerspricht.

Echte Hardware-Wallets sind speziell so konzipiert, dass der Hersteller absolut keinen Zugang zu den privaten Schlüsseln oder der Wiederherstellungs-Seed-Phrase des Nutzers hat. Das Gerät generiert die Schlüssel lokal und offline.

Die Vorschrift einer "Hintertür" für die Seed-Phrase-Wiederherstellung zerstört die fundamentale Sicherheitsarchitektur der Selbstverwahrung vollständig.

Wenn Wallet-Hersteller gezwungen werden, dieses Gesetz zu befolgen, müssten sie ihre Geräte neu gestalten, um eine Kopie der Schlüssel des Nutzers zu speichern. Dies drängt Nutzer von echter Selbstverwahrung weg hin zu zentralisierten Verwahrern, die von Natur aus anfällig für Hacks, Serverausfälle und Datenlecks sind.

Der Widerstand

Da Standard-Selbstverwahrung unter diesen Regeln nicht existieren kann, wirkt der Zusatz als De-facto-Verbot sicherer Hardware-Wallets innerhalb des Bundesstaates.

Als Reaktion darauf hat das BPI mobilisiert, um gegen das Gesetz zu kämpfen. Die Organisation sendet einen formellen Brief an den Senat von Kentucky, um die Gesetzgeber über die schädlichen Auswirkungen von Abschnitt 33 aufzuklären. Das Institut drängt den Senat, die unmögliche Vorschrift vollständig aus dem Gesetzentwurf zu streichen, bevor er zur endgültigen Abstimmung kommt.

Quelle: https://u.today/kentucky-bill-threatens-to-ban-crypto-self-custody

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