Wichtige Senatoren und das Weiße Haus haben laut Politico-Berichterstattung eine vorläufige Einigung über eine Kryptowährung Gesetz erzielt, die darauf abzielt, einen Streit zwischen Banken und Digital-Asset-Unternehmen über Stablecoin-Renditen zu lösen.
Dieser Schritt könnte den Weg für ein wegweisendes Krypto-Regulierungsgesetz ebnen, das seit Januar im Bankenausschuss des Senats blockiert ist.
Senator Thom Tillis (R-N.C.) und Senatorin Angela Alsobrooks (D-Md.) erklärten am Freitag, sie hätten eine „grundsätzliche Einigung" über eine Formulierung erzielt, die Innovation mit Finanzstabilität in Einklang bringen soll. Das Gesetz zielt darauf ab, zu verhindern, dass Stablecoin-Prämienprogramme weit verbreitete Einlagenabzüge von traditionellen Banken auslösen, ein Anliegen, das von Wall-Street-Gruppen vorgebracht wurde.
„Die Vereinbarung ermöglicht es uns, Innovation zu schützen und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, eine weit verbreitete Einlagenflucht zu verhindern", sagte Alsobrooks. Tillis beschrieb die Vereinbarung als positiven Schritt, wies jedoch auf die Notwendigkeit hin, vor der Festlegung der Details mit Interessenvertretern der Branche zu konsultieren.
Während die Einzelheiten der Vereinbarung unklar bleiben, deuten frühe Anzeichen darauf hin, dass sie Rendite-Zahlungen auf passive Stablecoin-Guthaben verbieten könnte. Die vorläufige Vereinbarung signalisiert Fortschritte in Richtung einer Abstimmung im April über das Krypto-Marktstrukturgesetz, das möglicherweise den ersten großen bundesstaatlichen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte freischaltet.
Hintergrund der Krypto-Gesetzgebung
Der Kampf um ein US-amerikanisches Krypto-Marktstrukturgesetz resultiert aus einem umfassenderen Bestreben, auf der wegweisenden Stablecoin-Gesetzgebung von 2025, dem GENIUS Act, aufzubauen, die einen bundesstaatlichen Rahmen für Stablecoins festlegte – mit der Anforderung einer vollständigen Deckung, Transparenz und Offenlegung von Reserven für digitale Dollars.
Dieses Gesetz wurde in der Krypto-Branche weithin als Durchbruch für regulatorische Klarheit angesehen, während es versuchte, digitale Vermögenswerte mit traditionellen Finanzstandards in Einklang zu bringen.
Nach der Verabschiedung des GENIUS Act richtete der Senat seine Aufmerksamkeit auf eine umfassendere Aufsicht über digitale Vermögenswerte durch das, was oft als CLARITY Act oder Krypto-Marktstrukturgesetz bezeichnet wird.
Diese Gesetzgebung zielt darauf ab, zu definieren, wie US-Regulierungsbehörden Handelsplattformen, Token, Verwahrungsdienste und andere Infrastruktur überwachen und kontrollieren würden – im Wesentlichen das Rückgrat eines regulierten Ökosystems für digitale Vermögenswerte.
Die Verhandlungen gerieten jedoch über eine zentrale Frage ins Stocken: ob regulierte Börsen berechtigt sein sollten, renditetragende Prämien auf Stablecoin-Bestände anzubieten.
Banken und große Finanzinstitute argumentieren, dass diese Prämien unregulierten einlagenähnlichen Produkten ähneln, die Gelder von FDIC-versicherten Konten abziehen könnten und möglicherweise die Kreditvergabe und Finanzstabilität gefährden.
Krypto-Unternehmen – einschließlich großer Emittenten wie Circle und Coinbase – kontern, dass solche Anreize für wettbewerbsfähige Märkte und für die Nutzerakzeptanz von digitalem Geld entscheidend sind.
Die derzeitige vorläufige Vereinbarung, die zwischen Senatoren und dem Weißen Haus ausgehandelt wird, strebt einen Mittelweg an – möglicherweise die Erlaubnis aktivitätsbasierter Prämien bei gleichzeitiger Einschränkung passiver Renditen – in der Hoffnung, bis April Maßnahmen des Senatsausschusses freizuschalten. Ob dieser Kompromiss sowohl die Unterstützung der Banken als auch der Krypto-Branche erhält, wird entscheidend für die Zukunft der US-Regulierung digitaler Vermögenswerte sein.
Quelle: https://bitcoinmagazine.com/news/white-house-reaches-tentative-crypto



