Die Art und Weise, wie ETFs den Markt in Risiko-Off-Phasen bewegen, zeigt sich gerade jetzt deutlich.
Im vergangenen Oktober verzeichneten Bitcoin [BTC] ETFs Woche für Woche Abflüsse in Milliardenhöhe, was mit BTCs Absturz um fast 35% einherging. Diesmal halten sich BTC ETFs (Exchange Traded Funds) trotz makroökonomischer Unsicherheiten aus dem Nahen Osten überraschend gut.
Allerdings verzeichneten BTC ETFs nach sieben Tagen stetiger Zuflüsse in den letzten zwei Tagen Abflüsse von etwa 250 Millionen US-Dollar, nachdem der Inflationsbericht die Hoffnungen auf eine kurzfristige Zinssenkung gedämpft hatte. Das Ergebnis? Bitcoin fiel im selben Zeitraum um etwa 5,5% auf 70.000 US-Dollar.
Quelle: SoSoValueIm größeren Zusammenhang betrachtet, haben sich ETF-Flüsse und die BTC-Preisentwicklung in letzter Zeit eindeutig weitgehend im Gleichschritt bewegt. Interessant ist jedoch, dass Bitcoin diese Abflüsse nicht ausgelöst hat. Stattdessen wurden sie durch den Inflationsbericht und die allgemeine Marktstimmung verursacht.
Mit anderen Worten, die Abflüsse bei ETFs sind es, die sich in BTC-Preisschwankungen übersetzen, und nicht Bitcoin-Bewegungen, die ETF-Flüsse auslösen. Aus technischer Sicht macht das ETFs zu einem soliden Indikator für kurzfristige BTC-Bewegungen. Derzeit deuten die Signale auf einen bärischen Trend hin, da diese Abflüsse BTC nach unten gedrückt haben.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Was sagt uns Morgan Stanleys jüngste Bitcoin-Spot-ETF-Einreichung bei der U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC wirklich? Könnte sie BTCs kurzfristige Schwankungen in Risiko-Off-Phasen noch chaotischer machen, oder könnte sie tatsächlich zu einem bullischen Katalysator für den Markt werden?
Institutionelle Flüsse und Inflationssorgen halten Bitcoin unter Druck
Die anhaltenden Auswirkungen makroökonomischer Gegenwind auf ETF-Flüsse sind nicht die ersten in diesem Jahr.
Ende Januar fiel der Vorlauf zum FOMC mit massiven Abflüssen aus Bitcoin-ETFs zusammen. Laut Farside Investors beliefen sich zehn aufeinanderfolgende Verkaufstage auf beeindruckende 3 Milliarden US-Dollar+, was zeigt, wie selbst eine „keine Änderung"-Entscheidung der Federal Reserve Risiko-Off-Verhalten bei institutionellen Anlegern auslöste.
Aus technischer Sicht reagierte Bitcoin schnell.
Während derselben Periode der ETF-Abflüsse fiel BTC um fast 40% und bildete ein lokales Hoch bei etwa 97.000 US-Dollar, ein Niveau, das es trotz nachfolgender stetiger ETF-Zuflüsse noch nicht zurückerobert hat. Diese Episode unterstreicht, wie institutionelle Flüsse und makroökonomische Stimmung weiterhin wichtige Widerstands- und Unterstützungsniveaus für Bitcoin definieren.
Quelle: TradingView (BTC/USDT)Mit Morgan Stanleys Bitcoin-Spot-ETF-Einreichung hängt die Auswirkung wirklich vom makroökonomischen Setup beim Start ab. Da ETF-Flüsse bereits mit der Marktstimmung schwanken, sind größere Abflüsse definitiv ein reales Risiko, insbesondere da aktuelle Berichte dies als „ewigen Konflikt" bezeichnen.
Währenddessen hält anhaltender wirtschaftlicher Stress, von hartnäckiger Inflation bis zu schwindenden Zinssenkungsaussichten, die Stimmung wackelig, und institutionelle Anleger haben seit Anfang Januar bereits fast 15 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETFs abgezogen, was das Risiko-Off-Verhalten verstärkt.
Zusammengenommen deuten diese Faktoren darauf hin, dass Krypto wahrscheinlich auf bärischer Basis in H2 geht, was bedeutet, dass jede ETF-Einführung mit Gegenwind konfrontiert werden könnte, es sei denn, die makroökonomischen Bedingungen stabilisieren sich.
Abschließende Zusammenfassung
- Durch Makroberichte ausgelöste Abflüsse übersetzen sich direkt in Bitcoin-Preisschwankungen und machen ETFs zu einem wichtigen kurzfristigen Indikator.
- Mit 15 Milliarden US-Dollar, die seit Januar aus Bitcoin-ETFs abgezogen wurden, und anhaltender Inflation und Zinssenkungsunsicherheit steht jede ETF-Einführung, einschließlich der von Morgan Stanley, unter potenziellem bärischem Druck.
Quelle: https://ambcrypto.com/will-morgan-stanleys-bitcoin-etf-filing-add-pressure-on-btc-in-h2/



