Der Prognosemarkt-Plattform Kalshi wurde befohlen, für mindestens zwei Wochen keine Event-Verträge in Nevada mehr anzubieten. Das First Judicial District Court von Nevada erließ die einstweilige Verfügung am Freitag, dem 20. März.
Die Verfügung umfasst Sport-, Unterhaltungs- und Wahlverträge auf der Plattform. Eine Folgeverhandlung ist für den 3. April angesetzt.
Der Streit ist nicht neu. Das Nevada Gaming Control Board erteilte Kalshi erstmals 2025 eine Unterlassungsanordnung und forderte das Unternehmen auf, sportbasierte Event-Verträge im Bundesstaat einzustellen.
Kalshi wehrte sich mit dem Argument, dass es auf Bundesebene reguliert wird, was die staatliche Autorität außer Kraft setzen sollte. Das Unternehmen versuchte, den Fall vor ein Bundesgericht zu bringen.
Dieser Versuch scheiterte. Am Donnerstag lehnte das U.S. Court of Appeals for the Ninth Circuit Kalshis Antrag auf Aussetzung des Verfahrens ab und verwies den Fall zurück nach Nevada.
Der Richter in Nevada entschied, dass das Gaming Board seine Aufgabe nicht ordnungsgemäß erfüllen kann, während Kalshi ohne staatliche Lizenz operiert. Das Gericht erklärte, ein "nicht lizenzierter Teilnehmer außerhalb der Kontrolle des Boards" behindere die Fähigkeit des Boards, seine gesetzlichen Pflichten zu erfüllen.
Kalshi lehnte eine Stellungnahme zur Entscheidung in Nevada ab.
Auf Bundesebene hat sich der Vorsitzende der U.S. Commodity Futures Trading Commission, Michael Selig, gegen staatliche Maßnahmen gewehrt. Er reichte eine Stellungnahme ein, in der er argumentierte, dass die CFTC und nicht die Bundesstaaten die ordnungsgemäße Autorität über Prognosemärkte innehat.
Selig hat bei mehreren öffentlichen Veranstaltungen das gleiche Argument vorgebracht und versprochen, dass seine Behörde weiterhin Zuständigkeit geltend machen wird. Die CFTC hat auch Leitlinien veröffentlicht, die Börsen, die eventbasierte Verträge listen, daran erinnern, dass sie die Regeln des Commodity Exchange Act befolgen müssen.
Major League Baseball hat sich dem Bundesansatz angeschlossen und eine Absichtserklärung mit der CFTC zur Aufsicht über Prognosemärkte unterzeichnet. MLB kündigte diese Woche auch eine separate Partnerschaft mit Polymarket an.
Nevada ist nicht der einzige Bundesstaat, der gegen Kalshi vorgeht. Anfang dieser Woche klagte der Generalstaatsanwalt von Arizona das Unternehmen wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Glücksspielgeschäfts und des Angebots illegaler Wahlwetten an.
Tennessee hat ebenfalls eine Klage gegen Prognosemarkt-Betreiber wegen Sport-Event-Verträgen eingereicht.
Auf Bundesebene haben Gesetzgeber ebenfalls Bedenken geäußert. Im Januar brachte der demokratische Abgeordnete Ritchie Torres einen Gesetzentwurf ein, um zu begrenzen, wie gewählte Amtsträger mit Prognosemärkten interagieren, nachdem Wetten auf die Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro platziert wurden.
Letzte Woche führten demokratische Gesetzgeber den "Death Bets Act" ein, der Prognosemarktverträge verbieten würde, die mit Tod, Krieg oder Attentat verbunden sind.
Das Gericht in Nevada stellte fest, dass die Frage der Bundesvorrangstellung in diesem Bereich "nuanciert und sich schnell entwickelnd" ist.
Der nächste Gerichtstermin im Fall Nevada ist auf den 3. April 2026 festgesetzt.
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